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Bali - Indonesien

Legong-Tänzerin

Legong-Tänzerin

Bericht von einem einwöchigen Urlaub in Kuta / Bali im Februar 2003.
Im Jahr 2002 hatten terroristische Idioten Bomben im Zentrum von Kuta auf Bali gelegt, weil sie damit Australier treffen wollten, die auf dieser Insel gerne ihren Urlaub verbringen. Daraufhin warnte das auswärtige Amt, Verwandte und Bekannte vor Reisen in diese Region. Da das meiner Ansicht übertrieben war, flog ich trotzdem hin. Leere Flugzeuge und Hotels waren eine regelrechte Idylle auf der Insel der Götter.
Die Hotels auf Bali kann man scheinbar alle sehr empfehlen. Das eigentlich nur 3sternige Bali Garden Hotel mit seinem großen Garten und dem Zugang direkt ans Meer ist schon ein Traum für sich.

Folklore-Shows

Barong - Vulkan Batur - Monkey Forest

Barong - Batur - Affenwald

Tempel, Natur und Kultur

Pura Ulun Danu

Pura Ulun Danu

Alleine unter Einheimischen
Aus Touristenmangel saß ich bei drei Tagesreisen alleine mit Fahrer und Reiseleiterin im Wagen. Auf einer Tour wurde ich von einer balinesischen Familie mitgenommen. Dabei ging es zunächst zu einer traditionellen Tanzshow.
Das Landesinnere sieht ziemlich häufig gleich aus: auf den Straßen freilaufende Hunde, Motorroller, Teilnehmer an Zeremonien und an den Seiten Reisfelder und Tempel.
Dazu gibt es etliche Sehenswürdigkeiten, u.a. den Vulkan Batur im Norden an einem der drei großen Seen.
Im Monkey Forest und an den benachbarten Straßen turnen freilaufende Affen herum.

Geheimnisvolle Religionen

Am Bratan-See

Am Bratan-See

Auf den Spuren der Heiligtümer
Von den Tempeln gehören sicherlich der Ulun Danu, Bale Kembang, Pura Jagatnata und vor allem der im Wasser liegende Tanah Lot zu den Highlights. Alle Heiligtümer sind auch ein Ort der Ruhe und somit sehr erholsam.
Im heiligen warmen Wasser des Vulkans kann man ebenfalls seine Seele und seine Beine baumeln lassen. Trotz Regenzeit war das Wetter im Februar sehr angenehm. 30 Grad im Schnitt, häufig Sonne, aber auch hohe Luftfeuchtigkeit. Die wenigen Schauer waren nur sehr kurz und fast schon angenehm (z.B. beim Marsch zu einem Wasserfall).
Einzigartig sind die Sonnenuntergänge, die man mit Musik von Einheimischen am Strand wunderbar genießen kann.

Tagestour über die Insel

Baliimpressionen

Geschäfte und Strände in Kuta

Kuta Beach

Kuta Beach

Kuta
Ansonsten ist Bali nicht unbedingt das typische Badeparadies. Es gibt Ebbe und Flut. Dementsprechend sieht der Strand auch nicht so "sauber" aus. Der Sand ist zumeist recht steinig und die Brandung recht heftig. Auch Haie soll es geben... Aber zum Schwimmen kann man auch an die Ostsee fahren.  
Die meisten Urlauber verschlägt es nach Kuta. Hier befinden sich zahlreiche Restaurants, Banken, Einkaufsmeilen, Diskotheken, Internet-Cafes, Wechselstuben und nicht zu vergessen: mehr Taxen als Einwohner. Alles ist recht günstig. Aber man sollte schon gewaltig aufpassen, daß man nicht verschaukelt wird. Mehr darüber im Kommentar unten.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Bale Kembang - Reisfelder

Bale Kembang - Reisfelder

Abschiedsworte

Pura Tanah Lot

Pura Tanah Lot

Abschied von freundlichen Einwohnern
Der Ort, an dem die Bombe mehrere Gebäude traf ist mit vielen Gedenkschildern und Pflanzen versehen. Er liegt mitten im Zentrum des Ortes.
Weniger bedrückend sind die herrlichen Restaurants am Strand. 
Besondere Erwähnung erhalten von mir die Bewohner der Insel für ihre Friedlich- und Freundlichkeit. Kontakte findet man sehr leicht. Ansonsten ist die Insel in der Tat sehr göttlich und eine Oase der Ruhe. Und nirgendwo habe ich mich so sicher gefühlt wie auf Bali.
Falls mal jemand einen netten Fahrer benötigt, sollte sich an madebali2003@yahoo.com (in englisch) wenden.

Sicherheitslage

Pura Jagatnata

Pura Jagatnata

Kritische Anmerkung:
Was die dämlichen Terroristen mit ihrem Anschlag angerichtet haben ist eine Katastrophe. Wen wollten sie treffen? Die Australier?
Denen ist es ziemlich egal. Es gibt noch reichlich andere Urlaubsziele im Pazifik. Nein, sie trafen friedliebende Buddhisten - die große Mehrheit der Inselbewohner. Sie hatten sich zunehmend auf den Tourismus eingestellt.
Aber die Krone der Katastrophe setzt das auswärtige Amt auf, das vor Reisen auf Bali warnt.
Dabei ist die Wahrscheinlichkeit weiterer Anschläge nicht höher als z.B. in den USA, England, Deutschland, Spanien oder Bulgarien. Dadurch verarmen die Menschen, weil keiner mehr kommen will. Das ist ein Skandal sondergleichen! Es ist nicht schön, wenn sich nun Händler auf die wenigen Touris stürzen und ihnen alles andrehen wollen. Das nervt sehr, ist aber verständlich, wenn man mal über die Ursachen nachdenkt.
Deshalb unser Aufruf: fahrt nach Bali und unterstützt die friedlichen Völker dieser Welt!
Sicherlich können immer wieder mal Anschläge vorkommen - wie überall auf der Welt. Aber viel wahrscheinlicher ist ein Unfall im eigenen Bad oder auf deutschen Straßen. Dazu reicht schon normaler Menschenverstand.

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