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Großbritannien

Big Ben

Big Ben

1986 und 2005 habe ich London besichtigt. Bei der letzten Reise stand auch Schloß Windsor und Stonehenge auf der Besuchsliste. Meine Frau, meine Schwägerin und ich haben 3 Tage England eingeschoben, bevor wir nach Deutschland weiterflogen.

Kleine Empfehlung: Um Zeit an den Ticketschaltern der Sehenswürdigkeiten zu vermeiden, gibt es die Möglichkeit, den sogenannten London Pass vorab über das Internet zu erwerben. Dieser ist für über 50 Attraktionen gültig, wie Tower of London, Kensington Palace, London Zoo usw. - je nach Wahl für 1 bis 6 Tage.
Den Pass erhalten Sie ohne Mehrkosten über den weiterführenden Link.

London

Londoner Straßen

Londoner Straßen

Bevor wir nach London flogen haben wir vorher im Internet Karten für Madame Tussaud's geordert, um nicht lange anstehen zu müssen. Dafür musste unser Flug aber pünktlich ankommen, was auch geschah. Mit der Bahn fuhren wir vom Flughafen Heathrow zur Station Paddington, in dessen Nähe sich unser Hotel befand.
Kleine Räume, kleine Gänge... was will man für wenig Geld verlangen?

Zu Fuß wanderten wir dann durch die Straßen und bewunderten die roten Häuser. An der Marylebone Road liegt das berühmte Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud.

Madame Tussauds

Knarf und der Dalai Lama

Knarf und der Dalai Lama

Von vielen Persönlichkeiten wurden Wachsfiguren hergestellt, die man hier in mehreren Themenräumen besichtigen kann. Gut ist, dass sich die Besucher mit denen fotografieren lassen kann. So lernt man hier den Dalai Lama, Kylie Minogue, die Beatles, die Band und die richtige Queen, Bush und Schröder, sowie diverse Schauspieler kennen. Wie man am Foto erkennt, wurde auch ich schon von Madame Tussaud verewigt.

Leider gibt es nicht sehr viele Räume. Man ist schneller durch als man denkt. Am Ende kann man dort noch in einem Planetarium sitzen und einen kurzen Film genießen.

Madame Tussauds

Sherlock Holmes

Sherlock Holmes

In unmittelbarer Nähe befindet sich die Baker Street. Hier residierte laut Sir Arthur Conan Doyle der berühmte Detektiv Sherlock Holmes. Heute findet man dort ein Museum über die Romanfigur. An der Straßenecke steht es große Statue. 

Zu Fuß wanderten wir zu unserem Hotel zurück.

The Big Bus Experience

Hyde Park

Hyde Park

Am nächsten Tag haben wir eine große London-Rundfahrt gemacht. Praktisch hierfür ist die Big Bus Company. Der Big Bus ist ein Doppeldecker und er fährt 76 Haltestellen auf zwei großen Linien an.
Eine Fahrkarte ist 24 Stunden gültig und man überall ein- und aussteigen. Der nächste Bus kommt ca. alle 15 Minuten. Mit Hilfe der ausgeteilten Straßenkarte kann man seine eigene Tour planen. Damit kann man auch in Sehenswürdigkeiten "Fast-Entry-Tickets" erhalten.

Unser Hotel hatte ich so gewählt, dass eine Haltestelle gleich um die Ecke lag. Das erste Mal stiegen wir gleich beim nächsten Haltepunkt aus: am großen Hyde Park, das in den Kensington Gardens mit dem Kensington Palace übergeht. In diesem Bereich liegt auch das Albert Memorial und die Princess Diana Memorial Fountain.

Marble Arch am Speakers

Marble Arch am Speakers' Corner

In der nordwestlichen Ecke des Hyde Parks liegt Speakers' Corner. Hier darf jeder Reden halten und sprechen, worüber man will. Leider stand gerade niemand auf der "Bühne". Daher schauten wir uns etwas intensiver Marble Arch an, das ebenfalls an dieser Ecke zu finden ist. 

Weiter ging die Tour über Piccadilly Circus zum Trafalgar Square. Dort nahmen wir an einer Themenwanderung teil, die ebenfalls Teil der Bustour ist. Hierbei wurden uns Drehorte von Filmen wie z.B. "Da Vinci Code" oder Harry Potter gezeigt.

Westminster Abbey

Westminster Abbey

Nun kamen wir zu den Highlights der Stadt. Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist wohl Big Ben. Die große Uhr liegt direkt am Houses of Parliament. Genau gegenüber befindet sich die Westminster Abbey, eine der bekanntesten Kirche der Stadt.

Es ist nicht einfach, die großen Gebäude von der Straße aus zu fotografieren. Neben der Größe verhindert vor allem die Sonne eine gute schattenfreie Ausleuchtung.

Houses of Parliament

Houses of Parliament

Leider kamen wir in die bekannten Gebäude nicht rein. Aber auch von außen erwecken sie einen fantastischen Eindruck. Ein paar Steraßen nördlich sitzt der Premierminister in der Downing Street No. 10.

Wir warteten auf den nächsten Bus, um der Queen einen Besuch abzustatten.

Buckingham Palace

Buckingham Palace

Die britische Krone residiert im Buckingham Palace. Die Wartezeit ist lang. So verzichteten wir, hinein zu gehen. Vor dem Palast lagern zahlreiche Touristen am Gitter oder stehen auf der Statue auf der anderen Seite.

Die Wächter stehen regungslos in ihren Hütten und bewegen sich nur zur Wachablösung. Was für ein Job! Ich frage mich immer, ob sie wirklich etwas tun, wenn tatsächlich mal etwas passiert. Oder sind sie selber dann zu sehr geschockt und noch regungsloser? Wir wanderten dann noch etwas durch den benachbarten St. James's Park.

Londoner Impressionen

Londoner Impressionen

River Thames Cruise

Tower Bridge

Tower Bridge

Mit der Buskarte konnten wir auch eine Schiffstour auf der Themse machen. Abfahrtspunkt war der Westminster Pier gegenüber dem London Aquarium und dem Riesenrad London Eye. Die wundervolle Fahrt auf dem Fluß führte entlang der Hayward Gallery, dem Royal National Theatre, dem OXO Tower, Tate Modern, Shakespeare's Globe Theatre, Southwark Cathedral und der City Hall.

Diese River Thames Cruise startet alle 20 bis 40 Minuten zwischen 10 Uhr und 17:15.

Tower of London

Tower of London

Ziel der Bootsfahrt ist die Tower Bridge. Der Anblick von der Themse aus ist sehr beeindruckend. Am Ufer befindet sich der Tower of London, in dem wir an einer Führung teilnahmen. Da es uns zu langsam vorwärts ging und zu viele Touristen dabei waren, haben wir uns den Rest alleine angesehen. Ob sich der Tower nun lohnt oder nicht: Geschmackssache.

Leider fehlte uns danach die Zeit für St. Paul's Cathedral. Man kann auch noch London Dungeon oder die Royal Albert Hall besichtigen. London hat viel zu bieten und ist wohl einer der attraktivsten Städte Europas.

Wir mussten aber den letzten Bus erwischen und fuhren zurück ins Hotel.

Windsor Castle

Windsor Castle

Windsor Castle

Am nächsten Morgen holte ich das vorbestellte Mietwagen in der Nähe des Hotels ab. Das lief auch ohne Probleme ab. Eine knappe Stunde später kamen wir in Windsor an und stellten den Wagen an einem öffentlichen Parkplatz ab. Dieses kleine idyllische Städtchen beherbergt das weltbekannte Windsor Castle, in dem schon einige königliche Hochzeiten stattgefunden haben. 

Ehrfurchtsvoll näherten wir uns dem riesigen Areal. Durften wir da wirklich rein? Ja, man benötigt nur eine Eintrittskarte. So schlenderten wir durch den wunderbaren Garten und auf den angelegten Wegen im Schlossbereich.

Windsor in der Grafschaft Berkshire

Windsor in der Grafschaft Berkshire

Königin Elisabeth II. weilt in diesem Schloss an vielen Wochenenden. Die Privatgemächer sind daher natürlich nicht für die Öffentlichkeit einsehbar.
Dafür konnten wir aber den Hof im Ostteil besichtigen und einen Blick in die St.-Georgs-Kapelle werfen.

Anschließend wanderten wir noch etwas durch die bunten Straßen und Andenkenläden.

Stonehenge

Stonehenge

Stonehenge

Weiter ging es nach Amesbury in Wiltshire zum sagenumwobenen Stonehenge, 13 Kilometer nördlich von Salisbury.

Stonehenge ist eine Grabenanlage, die eine Megalithstruktur umgibt, welche aus konzentrischen Steinkreisen gebildet wird. Dieses Steingebilde wurde bereits 3100 v. Chr. erstellt. 

Trotz vieler Theorien konnte bislang niemand den wahren Sinn der Anlage ergründen. Experten sprechen von einem römischen Tempel, Druidentempel, Uhr oder Kalender, Denkmal, religiöser Versammlungsort u.a.
Die Erbauer könnten Dänen, Angelsachsen oder Römer gewesen sein.

Auch die Herkunft und der Transport der Steine ist nicht geklärt. Legenden sprechen von Zauberkräften, manche auch von außerirdischer Hilfe.

Gerade dieses Nichtwissen machen diesen Ort so mystisch und interessant. Mit Kopfhörern in mehreren Sprachen wanderten wir etwa eine Stunde lang um die Anlage. Ich fand es sehr bewegend, auch wenn es ja "nur" Steine sind.

White Horse und das Wunder von Stansted

White Horse

White Horse

Am Abend mussten wir unseren Mietwagen am Flughafen London-Stansted abgeben, um nach Hannover zu fliegen. Wir hatten noch genügend Zeit und wollten nicht zu früh dort ankommen. Also suchten wir noch White Horse auf. Dieses Pferd ist eine über 100 Meter lange "Zeichnung" auf dem Kreidefelsen aus dem 5. oder 9. Jahrhundert. Es soll ein weiteres Wunder Englands sein. Was wir zu dem Zeitpunkt nicht wussten: das Pferd ist nur aus der Luft zu erkennen. Wir suchten also vergeblich auf dem Hügel.

Dadurch verloren wir aber Zeit. Kein Problem, wenn wir nach Stansted gut durchgekommen wären. Aber kurze Zeit später kamen wir in einen Megastau. Die Minuten flossen nur so dahin. So konnten wir den Abflug kaum noch erwischen, zumal wir noch den Wagen abgeben mussten.

Panik kam auf. Einen Tag später fliegen wäre wegen einer Hochzeitsfeier kaum möglich gewesen. Plötzlich löste sich der Stau auf. Alle Geschwindigkeitsbegrenzungen wurden ignoriert. Mit 200 Sachen raste ich dem Flughafen entgegen. 35 Minuten vor Abflug kamen wir an. 5 Minuten noch, bis der Check-In-Schalter schloß. Ich fragte den Autovermieter vorher noch, ob die Rückgabestelle direkt am Flughafen liegt. Er sagte ja. Wir mussten feststellen, dass das für alle Autovermieter galt, jedoch nicht für unsere. Man sagte uns, dass sie in der Stadt liegt - rund 10 Minuten entfernt.

Also brachte ich meine Damen erstmal zum Schalter. Zum Glück standen dort noch einige an der Schlange. Noch 25 Minuten bis zum Abflug. Was nun tun? In die Stadt rein und mich zurückbringen lassen hätte nicht mehr geklappt. Ich suchte ein Telefon, um dort anzurufen. Doch es war kein öffentliches Telefon zu finden. Völlig konfus rannte ich durch die Gegend und fragte jeden, der irgendwie offiziell aussah, ob er eine Idee hätte.

Aber nichts, kein Telefon und die Zeit verging. Noch 20 Minuten... Ich war verzweifelt und sah unseren Flieger schon ohne uns abheben. Nun tat ich folgendes: ich blieb an einer Bushaltestelle stehen, schloß kurz die Augen und wünschte mir, dass irgendein Wunder geschieht.

Ich öffnete die Augen, drehte mich kurz zur Seite und glaubte meinen Augen nicht. Ich stand vor einem Warteraum. Dort drin sah ich ein öffentliches Telefon. Das war schon mal toll. Aber es wurde noch unglaublicher: direkt daneben befand sich ein Briefkasten mit der Aufschrift meines Autovermieters und die Telefonnummer. Ich war völlig fassungslos, aber überglücklich. Schnell rief ich dort an und die sagten mir, dass ich den Wagen an einem bestimmten Platz abstellen und den Schlüssel dann in den Briefkasten werfen sollte. Zum Auftanken blieb natürlich keine Zeit mehr. Ich musste das später nachzahlen.

Leider war das Drama damit noch nicht beendet. Denn jetzt stellte sich die Frage: wo hatte ich den Wagen eigentlich abgestellt? Ich hatte mich total verirrt. Aber noch blieben 15 Minuten Zeit. Nach 3 Minuten fand ich den Wagen, aber nicht den vorgeschlagenen Platz des Autovermieters. Also stellte ich den Wagen woanders ab, schrieb den Ort auf einen Zettel, lief zurück und warf alles in den Briefkasten.

5 Minuten vor Abflug kam ich beim Check-In-Schalter an. Leider akzeptierten die meinen vorher abgegebenen Reisepaß nicht, da ich nicht persönlich anwesend war. Aber nun war alles in Ordnung. Beim Run zum Gateway kaufte ich mir noch einen Snack, da wir beim ganzen Trouble ja auch nicht zum Essen kamen und ich nicht dachte, dass es bei Billigfliegern etwas gibt (war aber dann doch so). Eine Minute vor Abflug kamen wir gerade noch rechtzeitig an. Was für ein Timing und was für ein Abenteuer zum Abschluss dieser wunderbaren drei Tage.

London Pass

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