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Kambodscha

Angkor Wat

Angkor Wat

Flying to Cambodia....
im Jahr 2005 habe ich mit einem Freund 3 Tage Kambodscha besucht. Es ging vor allem nach Angkor Wat und Umgebung. Die faszinierenden Eindrücke schildert dieser Reisebericht.

Seide und Kunsthandwerk

Kunsthandwerk

Kunsthandwerk

Wir starteten unsere Rundreise in Bangkok. Eine Propellermaschine brachte uns nach Siem Reap. Dort trafen wir unseren persönlichen Reiseführer, der englisch sprach. Wir hätten auch einen deutschsprachigen Guide buchen können, aber der wäre zu teuer gewesen.
Egal, auch ihn konnten wir gut verstehen und er hat uns alles gut erklärt.

Zunächst wickelten wir das obligatorische Besichtigungsprogramm der regionalen Spezialitäten ab. Im Falle von Siem Reap war das eine Seidenfabrik und ein Handwerksbetrieb. Die Vorführungen waren interessant. Kaufen mussten wir nichts.

Wir waren überrascht, dass der Handwerksguide etwas deutsch sprechen konnte. Auch französisch hört man öfters im Lande.

Freizeitaktivitäten in Siem Reap

Fußball

Fußball

Wir hatten abends immer genügend Zeit, auf eigene Faust die Umgebung unseres Hotels in Siem Reap zu erkunden. Die Stadt wirkt eher wie ein Dorf. Die Häuser sind vorwiegend klein. Der Verkehr ist sehr übersichtlich. Die Bevölkerung hat noch nicht genug Geld, um sich Autos zu kaufen. Aber auch Fahrräder sind noch im überschaubaren Bereich. Zumeist geht man zu Fuß.

Gegenüber vom Hotel ist ein Fußballplatz. Dort fand gerade ein Match statt. Einige Besucher saßen auf den Tribünen, andere (wie wir auch) standen einfach (teilweise mit ihren Rädern) am Spielfeldrand. Hier wird alles nicht so eng gesehen.

Arm und doch fröhlich

Kinder

Kinder

Einen sehr angenehmen Eindruck erhielt ich von der Bevölkerung. Lange Zeit herrschte in Kambodscha ein Bürgerkrieg und die Herrschaft der Roten Khmer. Erst in den 90er Jahren wurde das Land zu einer Demokratie. Und damit setzte auch der Tourismus ein. Langsam kam die verarmte Bevölkerung wieder zu Einnahmen.

Die Entwicklung ist unverkennbar: die Bürger haben noch an ihrer Vergangenheit zu knabbern, aber der Hotelbau boomt. Den Menschen sieht man ihr beschwerliches Leben aber kaum an. Sie wirken glücklich und zufrieden. Fast nirgendwo sieht man Bettler. Lediglich an einem Touristenpunkt haben wir Kinder gesehen, die Postkarten verkaufen und die Touris etwas stärker zum Kauf drängen. Aber im Vergleich zu vielen anderen Ländern ist das sehr harmlos. Die wirklich freundlichen Kontakte überwiegen.

Die Kanister-Tankstelle

Benzin aus dem Kanister

Benzin aus dem Kanister

In einer Markthalle habe ich eine Tasche gekauft und dabei kamen wir mit der Verkäuferin ins Gespräch. Sie konnte sehr gutes Englisch. In Kambodscha suchen die Eltern die Heiratspartner aus. Wir wollten von der jungen Dame wissen, warum sich das Frauen gefallen lassen.
Über diese Frage war sie sehr verwundert. Sie erklärte uns, dass das doch sehr gut für sie sei. Geht die Ehe nämlich schief, müssen sich die Eltern um sie den Rest des Lebens kümmern.
Würde sie den Partner selbst aussuchen (was auch möglich ist, wie sie betonte), geht sie selber das Risiko ein.
Eine interessante Logik, die uns Westlern fremd ist. Das Gespräch zeigte aber, dass man regionale Gepflogenheiten nicht gleich kritisieren sollte, nur weil wir Deutschen andere Traditionen haben.

Das Land zeigt auch, dass man zum Tanken nicht gleich eine ganze Tankstelle benötigt. Private Händler bieten am Straßenrand gefüllte Benzinkanister an.

Unser Hotel

Monica Angkor Hotel

Monica Angkor Hotel

Die Hotels in der Stadt sind vom Niveau Luxus bis einfach. Wir haben und für die zweite Kategorie entschieden. Doch selbst das uns zugewiesene Monica Angkor Hotel war vom Allerfeinsten. Es ist sehr klein und hat nur wenige Zimmer. Ich glaube, wir waren die einzigen Gäste. Das Personal war überaus freundlich. Das Frühstück wurde so serviert, wie wir es wünschten.

Abends ist in Siem Reap allerdings tote Hose. Die Bürgersteige werden beim Sonnenuntergang hochgeklappt. Eine Ausnahme bildet ein sehr gutes Restaurant, in dem auch Folklore vorgeführt wurde. Unser Reiseleiter brachte uns dort hin.

Internationales Happening

Warten auf den Sonnenuntergang

Warten auf den Sonnenuntergang

Tagsüber haben wir uns vorwiegend dem größten Tempelkomplex der Welt gewidmet: Angkor Wat. Der Name Angkor kommt aus dem Sanskrit (Nagara) und bedeutet einfach "Stadt". Angkor bildete vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des Khmer-Königreiches Kambuja, aus dem später Kambodscha hervorging.

In dieser Region wurden rund 1000 Tempel und mehrere Städte errichtet. Man schätzt, dass hier 1 Million Menschen gelebt haben. Mittlerweile sind viele Bauwerke überwuchert. Seit der Wiederentdeckung vor wenigen Jahrzehnten werden aber auch viele Tempel restauriert.

Ein besonderes Erlebnis hatten wir am Abend zum Sonnenuntergang am Phnom Bakheng.

Rund um Angkor Wat

Angkor Wat

Phnom Bakheng liegt auf einem 60 m hohen Gipfel. Wer möchte, kann auf Elefanten hochreiten. Der direkte Weg bergauf ist zu Fuß nicht ganz ungefährlich, da der Grund etwas sandig ist. Aber es macht Spaß. es gibt auch einen Waldweg, der länger, aber harmloser ist. Wir nutzten ihn auf dem Rückweg.

Oben am Tempel trifft sich die Jugend der Welt. Auf Steinblöcken sitzen Asiaten, Europäer, Amerikaner, Afrikaner und Australier gemeinsam, um sich den Sonnenuntergang und die faszinierende Umgebung anzuschauen. Die Atmosphäre ist sehr bewegend. Man kommt leicht ins Gespräch, trotzdem herrscht eine ruhige mentale Stille. Auch Mönche trifft man hier.

Angkor Wat

Das Gelände ist so riesig, dass wir längere Zeit fahren mussten, um uns die wichtigtsten Tempel anzusehen. Wir sahen Bayon und das Süd-Tor von Angkor Thom. Weitere bedeutende Tempel sind Ta Prohm, Banteay Kdei und Neak Pean.

Für Historiker ist Angkor Wat sicherlich etwas ganz Bedeutendes. Ich fand die Anlage auch beeindruckend. Dennoch sind irgendwann die Überreste der Tempel wie die anderen. Die Zeitvorgabe für die Reise war gerade richtig. Länger braucht Otto Normalverbraucher hier nicht zu verweilen.

Innenhof Angkor Wat

Innenhof Angkor Wat

Das Highlight bekamen wir zum Schluß zu Gesicht: die Haupttempelanlage Angkor Wat. Hier kann man sich stundenlang aufhalten. Der Weg zum Innenhof dauerte schon eine Stunde mit Unterbrechungen.

Hier kann man sich gut mit Mönchen unterhalten. Sehr schön ist es, dass die Touristen hier nicht einfach so durchgeschleust werden und sich gegenseitig auf den Füssen stehen. Sie gehen eher einzeln umher, meditieren, betrachten die Architektur oder unterhalten sich mit anderen. Die Atmosphäre ist sehr angenehm. Man fühlt sich wie in eine andere Welt vesetzt.

Nach einigen schönen und interessanten Eindrücken von Kambodscha flogen wir wieder zurück.

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