Home > Asien > Korea


Südkorea - Seoul und Grenze

City Hall

City Hall

Bericht von einer dreiwöchigen Reise zur Fußball-WM im Mai/Juni 2002

Die Tour in Korea:

- Seoul und Grenze
- Gastfreundschaft
- Cheju
- Suwon und Daejon

Die Tour in Japan:
- Sapporo und Tokio
- Ibaraki
- Kobe
- Harajuku
- Hamamatsu

Zur Fußball-WM nach Seoul

Manolo

Manolo

Im Frühjahr 2001 kam ich auf die spontane Idee, zur Fußball-WM nach Asien zu fahren, zumal ich die beiden Gastgeberländer noch nicht kannte. Übers Internet bestellte konnte man entweder nationen- oder stadtbezogen Ticketserien beantragen. Auf Verdacht wählte ich das deutsche Team in der Vorrunden mit Option auf das Achtelfinale. Bekanntermaßen wurde es durch das 1:5 gegen England reichlich eng. Aber am Ende hatte ich Glück. Die Tickets wurde mir zugeteilt. Nach der Gruppenauslosung bestellte ich weitere Karten für Spiele, die auf dem Wege lagen. Nur bei England - Schweden und Japan - Belgien zog ich den Kürzeren bei der Ticketverlosung.
Da mir die Reisebüroangebote zu teuer und zu unflexibel erschienen, suchte ich mir selber Hotels und Flüge aus. Das erwies sich als nicht so einfach, da es öfters zu Streichungen und Änderungen in meiner Wegstrecke kam.

Einkaufsstrasse in Seoul

Einkaufsstrasse in Seoul

Auch musste ich flexibel auf die Achtelfinalspiele reagieren. Da das ZDF es nicht für nötig hielt, vorher darauf hinzuweisen, dass die Gruppenauslosung nur eine Aufzeichnung war, kam ich gleich mal zu spät bei der Flugbuchung nach Seoul. Das Lufthansa-Angebot war schnell durch Reisebüros ausgebucht. Auch die Air France und andere Anbieter hatten keine Flüge mehr am Eröffnungstag nach Korea oder Japan. Also rief ich bei der Lufthansa an und sie boten mir einen Flug 3 Tage früher zum gleichen Preis an. Dadurch musste ich zwar meinen Urlaub etwas nach vorne verlängern, aber dadurch kam ich in den Genuss des Eröffnungsspiels und von zwei Tagen Einlebungsphase.
Am 28. Mai ging es dann endlich los. Ich flog zunächst von Hamburg nach Frankfurt. Dort kam schon richtig Fußball-Stimmung auf. Das Gros bildeten Fans der französischen Mannschaft. Aber auch Dänen und ein paar Deutsche waren an Bord. Der Star war aber der spanische Trommler Manolo, der schwer mit Autogrammschreiben und gemeinsamen Fotos beschäftigt war.

Hochzeitsfoto

Hochzeitsfoto

Was muss das für ein Gefühl sein, als Fan eines Teams so bekannt zu sein? 
Nach einem Nachtflug kam ich in Koreas Hauptstadt Seoul an. Der Airport Bus fuhr etwa eine Stunde in das Zentrum. Ich hatte mir sämtliche Inlandsfahrten mit Bus und Bahn vorher im Internet ausgeguckt, weil der Zeitplan zwischen den Spielen reichlich eng bemessen war. So wusste ich zwar, dass ich an der Seoul Station aussteigen musste, aber ich sah sie aus dem Bus nicht. Die koreanische Ansage halfen auch nicht weiter, denn sie waren sehr leise (erst nach einigen Tagen gewöhnte ich mich an die generell ruhigere Sprachweise). So stieg ich an der vermeintlichen Endstation "City Hall" aus (der Bus machte allerdings nur einen Umweg, um als nächstes die Seoul Station anzufahren und dann wieder zurück zum Incheon Airport zu gelangen - aber das merkte ich auch erst später). Statt U-Bahn wählte ich von dort den Fußmarsch, um zum Hotel zu gelangen. Es sollte sich als kompliziertester Weg von allen später folgenden herausstellen.

Erkundung der Hauptstadt

Deoksugung Palace

Deoksugung Palace

Im Zentrum Seouls gibt es nämlich keine Fußgängerüberwege oder gar Ampeln. Das Leben spielt unterirdisch ab. Eine Unterführung runter, dann wieder rauf. Oder man bleibt gleich unten und geht durch Einkaufszentren.  
Bis zu meinem Hotel musste ich etwa 16 Treppen hoch und wieder runter. Beim ersten Mal waren es noch deutlich mehr, denn man verliert in dem Labyrinth ganz schön die Orientierung. Ein weiteres Problem war, dass in den Stadtplänen nur die großen Hauptverkehrsstrassen aufgeführt sind. Da helfen aber die Pläne, die praktisch an jeder Ecke aushängen. Allerdings denken die Koreaner etwas anders als de Rest der Welt. Oben ist auf diesen Plänen nämlich nicht immer Norden, sondern die Richtung, in der man gerade geht. Erst beim dritten Mal habe ich das kapiert. So dauerte es doch etwas länger, bevor ich das Hotel in einer Seitengasse und nach Fragen eines Koreaners fand.

Die Hotels sind - sowohl in Japan als auch in Korea - für Einzelreisende recht günstig, weil man keinen Zuschlag zahlen muss. Es sind nämlich recht kleine Zimmer mit tatsächlich nur einem Bett im Raum. 
Am Nachmittag wollte ich mich etwas in der Stadt umsehen. Was habe ich nicht alles über Seoul gelesen? Man würde einen Kulturschock bekommen. Als Hamburger kann ich darüber nur lachen. Von wegen Verkehrschaos. Durch die wenigen Ampeln läuft alles wesentlich flüssiger als in den meisten deutschen Städten. Und überhaupt ist Seoul wesentlich sauberer als beispielsweise Hamburg. Es gibt jede Menge Papierkörbe und vor allem praktisch an jeder Ecke öffentliche Toiletten, die absolut nichts kosten und rundum sauber sind (werden wohl alle 10 Minuten geputzt). Davon kann man in Deutschland ja nur träumen (und dennoch noch 1 Euro bezahlen).

Freedom Bridge

Freedom Bridge

Ferner rauchen die Koreaner kaum und sind alle wesentlich freundlicher und rücksichtsvoller. Kurzum: ich habe mich sofort wohl gefühlt. Kriminalität gibt es praktisch keine. Ich habe es mehrmals erlebt, dass Leute ihre Wertsachen irgendwo liegen gelassen haben, wenn sie mal kurz woanders hin mussten. Und später war alles noch da. Wo gibt es das noch?       
Ebenfalls sehr positiv empfand ich, dass man auf den Märkten herumspazieren konnte, ohne ständig angequatscht zu werden und zum Kauf genötigt wird. Im Gegenteil: niemand hat mich irgendwo zum Kaufen überreden wollen. Falls ich mal angesprochen wurde, dann aus wirklichem Interesse an meiner Person (Herkunft und so) oder um mir etwas zu schenken (ohne irgendwelche Hintergedanken), was sehr häufig vorkam (Getränke, Speisen, Flaggen oder sonstigen Sachen, die die Leute gerade dabei hatten). Ich muss schon sagen, das mir derart viel Freundlichkeit noch nicht so häufig vorgekommen ist. Allerdings dauerte es eine Weile. An den ersten beiden Tagen war ich für die Einheimischen tatsächlich das, was ich in diversen Reiseführern las: nämlich Luft. Sie blinzelten nicht mal.

City-Tour Seoul

Freundliche Begrüßung

Freundliche Begrüßung

Sie sahen mich einfach nicht. Das änderte sich erst mit dem Beginn der Fußball-WM. Meine kleinen Stadttour begann ich an der City Hall. Hier war ein riesiger Fußball aufgebaut. Der Platz wird bei den Übertragungen der Südkorea-Spiele gesperrt.   
Direkt daneben befindet sich einer der zahlreichen alten Parks um den Deoksugung Palace. Die zahlreichen Fußball-Touristen schienen sich größtenteils an anderen Orten aufzuhalten, denn wie später auch andere dieser Orte waren sie keinesfalls überlaufen. Im Gegenteil: sie boten eher eine Oase der Ruhe in der großen Stadt. So werden sie anscheinend auch häufig für Hochzeitsfotos und Filmaufnahmen benutzt, wie ich öfters feststellen konnte.
Telefonisch machte ich im Park eine Halbtagestour für den nächsten Tag klar (da begannen bereits die ersten Probleme mit der überaus komplizierten koreanischen Sprache).
Zum Essen fuhr ich gegen Abend zum Vergnügungs- und Marktplatz Nr. 1: Itaewon. Aber ich war doch etwas enttäuscht. Es war der einzige Ort in Korea und Japan, der eher westlich orientiert war, aber doch nicht die Vielfalt bot, die ich mir vorstellte.

World Cup Stadium Seoul

World Cup Stadium Seoul

Daher fuhr ich anschließend lieber noch mal ins Zentrum, um das Drum Festival zu verfolgen. 
Die Dame am Telefon hatte mich tatsächlich verstanden, denn am nächsten Tag holte mich tatsächlich ein Bus zur Fahrt in die demilitarisierte Zone (DMZ) ab. Es ging zunächst zur Freedom Bridge, auf der bereits Verwandtschaftsbesuche zwischen Nord- und Südkoreanern stattgefunden haben. Die DMZ liegt genau zwischen den Staaten. Ich wunderte mich nur, dass es dort doch nur so von amerikanischen und koreanischen Soldaten wimmelt. Wieso also demilitarisiert? Wir erhielten dort interessante Informationen über die Tunnel, die Nordkorea zur Invasion auf Seoul nutzen wollten. Ich fühlte mich irgendwie 10 Jahre zurückgesetzt. Unvorstellbar, wenn man die Güte dieser Koreaner sieht (die im Norden sicherlich nicht anders sein wird).
Am Nachmittag wollte ich dann schon mal sehen, was am World Cup Stadium los ist.

Vor der Eröffnungsfeier

Vor der Eröffnungsfeier

Das U-Bahn-Fahren ist in Seoul (und auch in Japan) recht einfach: Ticket ziehen, an einer Schranke einstecken, mitnehmen und an der Endstation wieder einstecken.  Hat man ein zu günstiges Ticket gekauft, zahlt man dann die Differenz nach. Schwarzfahrer gibt es dadurch nicht.
Das Stadion war schon von außen sehr beeindruckend. Ich wurde am Bahnhof gleich mal mit Geschenken überhäuft und zu Welcome-Parties eingeladen (die aber leider stattfanden, als ich schon in Japan war).
Eigentlich plante ich, mir die große Preview-Show im benachbarten Park anzusehen. Es traten etliche Pop- und Klassikkünstler auf. Leider war das Teil schon ausverkauft. Also zog ich noch etwas über den Namdaemun Market. Hier kaufen die Einheimischen (fast ausschließlich Frauen) liebend gerne am späten Abend ein, weil die Preise dann herabgesetzt sind.

War Memorial of Korea

War Memorial of Korea

Deshalb war es zu der Zeit auch so richtig voll. An einigen Ecken traten Sänger und Tänzer auf.  Nun kam endlich der Eröffnungstag der WM. Am Vormittag machte ich noch eine Stadtrundfahrt. Dazu gibt es die sehr geniale Seoul City Tour. Alle halbe Stunde fährt ein Bus alle Sehenswürdigkeiten der Stadt ab. Wenn man etwas sehen will, steigt man aus und nimmt dann wieder den nächsten Bus. Als ersten Besichtigungspunkt wählte ich das War Memorial of Korea. In diesem Gebäude wird die Sinnlosigkeit eines Krieges dargestellt. Vor dem Gebäude finden Showkämpfe statt. Beeindruckend ist vor allem das Brüderdenkmal, dass sich bereits am Eingang befindet.

Die Fahrt ging dann weiter auf die höchste Erhebung der Stadt, dem Namsam. Auf diesem Berg, der von mehreren Tunnels durchzogen wird, befindet sich der Seoul Tower. Da es etwas dunstig war, fuhr ich nicht ganz nach oben. Der Blick von der unteren Aussichtsplattform reichte mir aus.

Der nächste Punkt auf der Tour war das Namsangol Traditional Korean Village. Hier waren viele schöne alte Gebäude zu sehen. Man bekam einen guten Eindruck über die koreanische Kultur. So wurden z.B. auch Vorführungen über Taekwondo gezeigt. Oder man sah, wie einfach oder auch prunkvoll die Bewohner und Kaiser wohnten. Wie häufig war der Eintritt für dieses Dorf kostenlos.

Einige Jugendliche begrüßten mich Langnase ganz herzlich.
Während ich danach auf meinen Tour-Bus wartete, bemerkte ich, dass an einer stinknormalen Bushaltestelle innerhalb von 5 Minuten 10 verschiedene Busse hielten. Das nenne ich einen serviceorientierten Nahverkehr.
Während des nächsten Fahrtabschnittes sah ich das sehr lebhafte Studentenviertel. Leider fehlte mir die Zeit, mich hier genauer umzusehen. Auf dem Programm standen ja noch einige Pflichtbesuche wie der Changdeokgung Palace. Er sah von außen schon ganz nett aus. Aber das Gelände war eines der wenigen, in dem Eintritt verlangt wurde.

Bruderkampf

Bruderkampf

Und da auch nur Gruppen hereingelassen werden, genoss ich die nächsten Minuten lieber mit einer kalten Cola aus einem der zahlreichen Getränkeautomaten.
Ein paar Meter weiter befindet sich das blaue Haus, in dem Staatsgäste empfangen werden. Hier herrschte absolutes Fotoverbot. Und zahlreiche Sicherheitsbeamte bewachten das auch.
Reichlich beobachtet fühlend stieg ich dort aus und wanderte recht zügig um den Gyeongbokgung Palace. Es war nicht einfach, einen Eingang zu finden. Doch dann kam ich doch noch in den Genuss von herrlich angelegten Grünflächen, Skulpturen und Strohhütten aus alten Zeiten, kleinen Tempeln und Wasserflächen. In einem Museum konnte man sich über die Geschichte des Landes informieren. Außerdem tat es gut, sich mal in einem kühleren Raum zu befinden, denn es war doch recht warm in Seoul.
Vor dem Museum spielte ein amerikanisches Drum-Orchester. Eine Koreanerin überreichte mir einen Prospekt über das weitläufige Gelände und gab mir einige Hinweise über besonders sehenswerte Objekte.

Namsangol Traditional K.V.

Namsangol Traditional K.V.

Sie war eine der wenigen Personen im Laufe meines Urlaubs, die ein recht gutes Englisch sprach. Leider hatte ich nicht genügend Zeit, um in diesem Park noch länger zu verweilen. Ich bleib ohnehin schon eine halbe Stunde länger als geplant.
So fuhr ich zurück in mein Hotel, zog mich um (ich hatte bewusst nicht viele Sachen mit, die aber durch die schwüle Luft schon fast alle aufgebracht war - für den späten Abend plante ich daher eine Waschgang ein) und fuhr dann mit der U-Bahn eine gute halbe Stunde zum Stadion. Meine Kamera hatte ich nicht mit, da ich davon ausging, dass Film und Fotos verboten sind. Später stellte sich heraus, dass es nur um kommerzielle Verwertung geht, die nicht erlaubt sei. Das ärgerte mich im Nachhinein dann schon, denn es gab eine Menge zu sehen.
Der erste Eindruck war aber erschreckend: zig tausend Polizisten standen vor dem Eingang der U-Bahnstation, der sich direkt vor dem Stadion befindet.

Die Eröffnungsfeier

Taekwondo

Taekwondo

Sie bildeten große Blöcke mit Schutzschildern davor. Monatelang hatten sie geübt, wie sie mit Ausschreitungen der Fans umgehen. Sie waren auf alles gefasst.
Um es vorwegzunehmen: sie taten mir schon irgendwie leid, denn sie hatten in den ganzen Wochen der WM überhaupt nichts zu tun: Langweile pur. Da trainiert man so lange und nichts passiert... Muss schon schlimm sein. Aber ich fand es klasse. Was hatte man nicht alles von früheren Turnieren (insbesondere in Frankreich) gelesen und gesehen? Gut, die Holländer waren diesmal nicht dabei, aber immerhin Engländer und Deutsche. Aber es verlief alles friedlich. Und auch an diesem Tag gab es nur freundliche und jubelnde Franzosen und eine Hand voll Senegalesen, die im Vorfeld damit beschäftigt waren, Fotowünsche von Koreanern zu erfüllen. Für die Asiaten gibt es anscheinend nichts Schöneres als sich mit den exotischen Fans fotografieren zu lassen.

Je ausgefallener die 'Verkleidung' der Supporter, desto häufiger waren sie damit beschäftigt. Schöne Bilder, wie Fans aus Frankreich und Senegal gemeinsam sangen. Es gab aber auch vereinzelte Touristen aus anderen Ländern, die man meistens an den T-Shirts, bzw. Trikots erkannte.
Aus Deutschland sah ich allerdings lediglich einen Bayern-Fan aus der Ferne. Wie bei jedem späteren Stadion auch, gab es eine Stelle, an der Koreaner den Fans ihre Flagge auf das Gesicht zeichnete. Dieses Face-Painting war äußerst beliebt, vor allem bei den Gastgebern, die sich häufig für ein Land entschieden und oftmals lauter jubelten als die eigenen Leute. Wer sich nicht entscheiden konnte, malte sich einfach beide Flaggen auf die Wangen.
Nach den ersten Eindrücken begab ich mich dann ins Herz des Stadiums. Zunächst galt es den richtigen Eingang zu finden. In Seoul gab es davon gleich so um die 30 Stück. Dementsprechend schnell ging auch der Einlass.

Alte Residenz

Alte Residenz

Es gab mehrere Stationen. Mehrmals wurde das Ticket nach Echtheit untersucht, dann wurde das mitgereiste 'Gepäck' gecheckt, man musste durch eine Metalldetektor und wurde anschließend noch per Hand gründlich untersucht. Im Stadion selber gab es dann auch noch mehrere Kontrollen. Ich fand es ein wenig übertrieben, aber da es zumindest an dem Tag recht zügig ging, noch annehmbar.
Getränkeflaschen waren z.B. nicht erlaubt. Aber sie wurden nicht einfach abgenommen, sondern in Plastikbechern umgefüllt. Das fand ich einen tollen Service. Nicht unbedingt zu verstehen war es hingegen, dass einige Zuschauer mit ihrem kompletten Reisegepäck samt Zelt usw. ankamen. Auch wenn man kein Hotel hat, gab es reichlich Gepäckräume an den Bahnhöfen. Und wer 100 Euro und mehr für ein Spiel ausgibt, der kann sich ja wohl auch 2 Euro für solch ein Schließfach leisten. So wurde aber bei denjenigen der komplette Rucksack ausgepackt und gecheckt.

Changdeokgung Palace

Changdeokgung Palace

Die Preise für Getränke und Speisen in den Stadien waren mehr als nur human. Hier wurden gleich halbe Liter ausgeschenkt und das für umgerechnet gerade mal 1,20 Euro (in Japan waren es etwas mehr). Neben Snacks gab es auch komplette Speisen in Plastikschalen (z.B. Nudeln für rund 4 Euro). Offiziell war nur ein Bier pro Person erlaubt. Das galt aber nur für einen Kauf. Wenn man ausgetrunken hatte, durfte man sich wieder anstellen. Nur das Mitbringen für andere war halt nicht erlaubt. Seltsame Regel.
Das Schönste war aber, dass das Rauchen in allen Stadien verboten war. Nur vor dem Stadion waren kleine Raucherecken eingerichtet. Man merkte, dass das insbesondere die deutschen Zuschauer später sehr irritierte, aber fast alle hielten sich dran (Ausnahmen in diesen Wochen sah ich nur von einzelnen Deutschen (natürlich!) und Schweden). Der erste Blick ins Stadion war grandios. Und ich freute mich einen Wolf, dass der Blick von meinem Sitzplatz hervorragend war (auch wenn es der billigste Platz schräg hinter dem Tor war). Um mich herum sah es recht international aus.

Vor mir saß ein US-amerikanisches Ehepaar, hinter mir Franzosen und rechts eine Südafrikanerin, die kräftig dem Senegal die Daumen hielt (solche Einigkeit wie bei den Afrikanern würde man sich auch mal in Europa wünschen). Die Eröffnungsfeier war überragend. Die Koreaner haben es echt drauf, künstlerisch etwas gigantisches zu produzieren. Den Eindruck hatte ich auch schon bei der EXPO 2000.
Riesige Tücher und Flaggen wurden über den Rasen und das Publikum getragen, tausend Menschen zeigten Figuren und heimische Bands machten Musik. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Uns hatte man vorher kleine Trommeln und Leuchtstäbe auf die Sitze gelegt, um bei der Feier mitzumachen. Kultige Koreaner gaben immer Anweisungen, wann sie einzusetzen sind. Diese waren aber nicht immer eindeutig, so dass es manchmal ins Chaos verfiel. Aber das war eher amüsant als ärgerlich und jeder hatte daher noch mehr Spaß.

Dann kam endlich das Eröffnungsspiel, das bekanntermaßen mit einer Überraschung endete. Ich freute mich über den Senegal-Sieg, auch wenn mir die zahlreichen Franzosen etwas leid taten. Der Abend endete mit einem Feuerwerk und einer plötzlichen unangenehmen Kälte. Daher feierte ich dann nicht mehr mit der kleinen Anhängerschar des Afrikastaates mit, sondern fuhr wieder in mein Hotel. Schließlich musste ich ja am nächsten Morgen gleich nach Japan rüber. Zunächst hatte ich einen Flug mit Zwischenlandung in Hiroshima gebucht. Doch der wurde gestrichen, so dass ich kurz vor meiner Abreise Sendai als Zwischenstopp wählte.

Teil 2: Gastfreundschaft

Teil 2: Gastfreundschaft

Nach dem Abstecher nach Japan wurde ich in Korea von einer überwältigenden Gastrfreundschaft einer Familie in Seoul überwältigt, die mir eine Besichtigungstour und ein Essen anbot.

Teil 3: Cheju

Urlaubsfeeling kam auf der Insel Cheju auf. Dort trat die deutsche Nationalmannschaft an und Koreaner feierten auf einem Lastwagen ihren Sieg.

Teil 4: Suwon und Daejon

Abschluß einer fantastischen WM-Reise mit Fahrten nach Suwon und Daejon mit einem sensationellen Abschluß.

Der direkte Draht

Neben unserem Kontaktformular, per E-Mail und Live-Chat sind wir auch telefonisch zu erreichen:
info@rundreiseguide.de
Tel. 05322 - 820614
Tel. 05322 - 9049150
täglich 6 bis 16 Uhr

Live-Chat
Schreiben oder sprechen Sie mit uns mit einem Klick auf den Button. Wir sprechen deutsch und englisch. We speak english and german.

Anzeigen

Reiseanfrage

Stellen Sie über unser Formular Ihre individuelle Anfrage zu Reisen, Flügen, Hotels usw.

Internationale Veranstaltungen

Tickets für weltweite Theater- und Sportveranstaltungen, Konzerte, Festivals, Themenparks und Attraktionen können Sie bereits vorab bequem im Internet bestellen. Darunter zählen auch Musicals in New York und London sowie Shows in Las Vegas und Paris.

Hier buche ich

Lesermeinung

NEU: Hier können Sie unsere Reiseberichte kommentieren, berichtigen oder Fragen stellen. Und Sie können auch Ihre eigenen Reiseberichte veröffentlichen.