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Myanmar - Birma - Burma

Myanmar

Myanmar

Ob nun Myanmar, Birma oder Burma... dieses Land hat einige fantastische Eindrücke zu bieten.

Ein Freund und ich haben das Land 2006 besichtigt. Die interessanten Eindrücke zeigt dieser Bericht.

Eindrücke aus Bagan

Eindrücke aus Bagan

In der Steppe von Bagan

Bagan

Bagan

In Deutschland sagt man Birma, international Burma und die aktuelle Militärdiktatur nennt das Land Myanmar. Hier befinden sich wohl die schönsten Tempelanlagen des Buddhismus. Ein Grund für uns, das Land in einer 4-Tages-Rundreise zu besichtigen.

Von Bangkok aus flogen wir zunächst nach Yangon, wo uns unser birmesischer Reiseführer im landesüblicher Tracht begrüsste. Die Männer tragen hier alle einen braunen oder karierten Longyi. Dieser Sarong ist ein Wickelrock. Im Gegensatz zu anderen Reisen aß der freundliche Herr immer mit uns, wodurch es zu interessanten Gesprächen auf englisch über Land und Leute kam.

Von Dorf zu Dorf

Typisches Straßenbild

Typisches Straßenbild

Nach einer Übernachtung ging es gleich weiter per Flugzeug in die historische Königsstadt Bagan. Diese Region ist unbeschreiblich. Sie besteht aus einer relativ unbewohnten Steppe, in er es über 2000 Tempel gibt. Wir standen auf einem etwas höheren Bauwerk und hatten einen faszinierenden Blick über die Gegend. Wer Birma besucht sollte Bagan auf seiner Reiseroute berücksichtigen. Ich war sehr beeindruckt.

Mit einem ganz normalen Auto fuhren wir von Tempel zu Tempel auf fast leeren Straßen. Öfters waren Pferde, Rinder und Fahrräder als Verkehrsmittel zu sehen. Um nur zwei Sehesnwürdigkeiten hier zu nennen: That-byin-nyu-Tempel und Dhamma-yan-gyi Pahto.

Markt von Nyaung U

Markt von Nyaung U

Markt von Nyaung U

Nach diesen Eindrücken machten wir in der Stadt halt. Dort gingen wir über den Markt. Es fiel sofort auf, dass praktisch alle Frauen große weiße Flecke im Gesicht haben. Die Farbe dient als Sonnenschutz. Wie fast alle Asiaten möchten sie nicht braun werden - im Gegensatz zur westlichen Welt. Das Schönheitsideal ist hier eine weiße Hautfarbe. Gleich zu Beginn des Marktes malte eine Frau auch mein Gesicht an.

Shwezigon-Pagode

Shwezigon-Pagode

Shwezigon-Pagode

Anders als in der Ebene von Bagan erstrahlt die Shwezigon-Pagode im vollen Glanze. Langsamen Schrittes schlenderten wir um die prachtvolle Pagode. Auch der restliche Teil dieser Anlage kann sich sehen lassen. Wie immer erklärte uns der persönliche Reiseleiter alles über Funktion und Geschichte.

Mönche

Mönche

Weitere Sehenswürdigkeiten in Bagan sind der Kubyaukgyi mit seiner bekannten Wandmalerei, der 46 Meter hohe Htilominio-Tempel, der  Ananda-Tempel, Manuha, der imposante Sandsteinbau Nanpaya und Myinkabar Gubyaukgyi.

Wir übernachteten in einem eher einfach gehaltenen Hotel. Uns wurde empfohlen, auf Eier zum Frühstück zu verzichten wegen der Vogelgrippe.

Kunsthandwerk

Kunsthandwerk

Kunsthandwerk

Günstige Rundreisen können Touristen häufig nur deshalb buchen, weil die Reisen z.T. durch einheimische Geschäfte gesponsert werden. Auch in Myanmar ist das nicht anders. So hielten wir u.a. in einer Kunsthandwerk-Fabrik. Hier werden große Vasen und Buddhastatuen hergestellt. Interessant sind vor allem die Arbeitsplätze am Fußboden, was in Europa wohl kaum vorstellbar ist.

Dorfbesichtigung

Dorfidylle

Dorfidylle

Ein spannender Höhehpunkt des Tages war die Besichtigung eines typischen Dorfes auf dem Lande. Hier leben die Menschen mit Tieren zusammen. Während in einfachen Hütten geschlafen wird, spielt sich das Leben tagsüber im Freien ab. Hier werden Produkte fabriziert, es wird gegessen oder einfach nur gelebt. Alte Frauen stellen eine Art Zigarren her, die sie auch selber rauchen. Reichlich skurill.

Waschen im Fluß

Flußfahrt

Flußfahrt

Der lange und höchst interessante Tag endete mit einer idyllischen Sonnenuntergangs-Bootsfahrt auf dem Ayeyarwady-Fluß (auch Irrawaddy geschrieben). Nur der Reiseleiter, der Bootslenker und wir saßen gemütlich im vorderen Bereich und tranken Tee und aßen etwas Süßes.

Am Uferrand sahen wir öfters Einheimische, die sich dort wuschen oder ihre Kleidung reinigten. Hier war auch die Möglichkeit, über die politische Lage im Lande zu diskutieren. Wir wollten natürlich wissen, wie die Menschen unter der Diktatur des Militärs leben. Viele sind der Meinung, man sollte das Land deshalb nicht bereisen, um es nicht auch noch finanziell zu unterstützen. Aber der Reiseleiter meint, dass gerade Touristen der Bevölkerung zugute kommen. Wenn man durch das Land reist, bekommt man vom Militär nur sehr wenig mit. Lediglich in Yangon sieht man ab und zu mal einen Sicherheitsposten. Wir konnten uns überall völlig frei bewegen.
Nichtsdestotrotz lehne ich das brutale Vorgehen gegen die Mönche bei den Demonstrationen vor kurzer Zeit entschieden ab.

Birma

The way to Mandalay

U Bein-Brücke

U Bein-Brücke

Mandalay... der Name klingt wie ein Mythos. Es ist die zweitgrößte Stadt des Landes und liegt am Irawadi-Fluß.
Nach der Ankunft besichtigten wir zunächst die U-Bein-Brücke über den Taungthaman-See in Amarapura. Sie ist die längste Teakholz-Brücke der Welt. Wir hatten etwa eine Stunde Zeit, über sie zu gehen und zurück zu kommen. Solange benötigt man auch insgesamt. Auf der Brücke herrscht eine Menge Betrieb. Mich begleitete ständig ein kleiner Junge, der mir alles mögliche erzählte. Am Schluß wollte er mir natürlich etwas verkaufen.
Auf überdachten Sitzbänken saßen alle paar Meter Einheimische oder Touristen, um die Aussicht zu genießen oder etwas zu essen.

Mönche

Gleich 7 internationale Künstler haben Songs über Mandalay gesungen, u.a. Frank Sinatra, Robbie Williams, ELO und Blackmore's Night. Die Vorfreude war dementsprechend groß. Welche Mystik muß über diese Stadt liegen? Allerdings konnte der Flair von Bagan dann doch nicht gesteigert werden.

In der Königsstadt Amarapura, die man mit "Stadt der Unsterblichkeit" übersetzen kann, fuhren wir zunächst zum Mahagandhayon-Kloster am Ortsausgang. Täglich um 10:15 Uhr stellen sich hier sehr viele Mönche in einer Schlange an, um ihr Mahl in Empfang zu nehmen.

Königsstadt Amarapura

Königsstadt Amarapura

Königsstadt Amarapura

Amarapura liegt etwa 11 Kilometer südlich von Mandalay. Auch wenn vom Königspalast nur noch Ruinen übrig sind, kann man hier einige faszinierende Sehenswürdigkeiten besichtigen: die Patodawgyi-Pagode, die Kyauktawgyi-Pagode, den Kwa-Yen-Tempel und Bagaya Kyaung. Letzteres ist ein von König Mindon gegründetes, vollständig aus Holz errichtetes Kloster.

Golden Palace

Golden Palace-Kloster

Golden Palace-Kloster

Dieses Kloster "Golden Palace" ist wegen seiner Holzverzierungen sehr berühmt. Wie so viele Dinge in Birma fand ich auch dieses Bauwerk sehr faszinierend.

Eine weitere Sehenswürdigkeiten in Mandalay ist die Mahamuni-Pagode mit dem Gold-Buddha. Und der Ort ist auch bekannt für seine Seidenwebereien.

Das größte Buch der Welt

Kuthodaw-Pagode

Kuthodaw-Pagode

Mit der Kuthodaw-Pagode stand ein weiteres Superlativ auf dem Reiseprogramm. Hier befindet sich das größte Buch der Welt. Dahinter verbirgt sch die Tipitaka (Palikanon), die ab 1857 auf 729 Marmortafeln gemeißelt wurde. Die Steinmetze benötigten für diese Aufgabe knapp 8 Jahre.

Auf der großen Anlage kann man wunderbar herumwandeln, zumal sich die Touristen gut verteilen. Zum Lesen des Buches reichten meine Sprachkenntnisse nicht aus.

Mandalay Hill

Mandalay Hill

Mandalay Hill

Zum krönenden Tagesabschluß fuhren wir auf den 236 m hohen Mandalay Hill. Auch hier befindet sich natürlich ein Tempel. Wir konnten einen wunderbaren Blick über Mandalay und später den Sonnenuntergang genießen.

Am nächsten Morgen flogen wir mit der einheimischen Fluggesellschaft wieder zurück in die ehemalige Landeshauptstadt Yangon, die früher Rangoon hieß.

Yangon

Sule-Pagode

Sule-Pagode

Auch Yangon bietet jede Menge Sehenswertes. Mitten auf der Straße steht die 40 Meter hohe Sule-Pagode, die man auch Kyaik Athok nennt. Sie wurde bereits 253 v. Chr. gebaut, als die Mönche Sona und Uttara unter 10 Haare Buddhas vom drit­ten buddhistischen Konzil mit­brach­ten.

Umrahmt wird die Pagode mit etlichen Andenken-Shops.

Botataung-Pagode

Botataung-Pagode

Als nächstes betraten wir die fast menschenleere Botataung-Pagode.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Yangon sind die künstlich angelegte, bis zu 10000 Menschen fassende Mahapasana-Höhle, das Nationalmuseum, Chinatown, der 1924 gegründete Scott-Market (auch Bogyoke Aung San-Market genannt), die Prachtbauten aus der britischen Kolonialzeit wie das Strand-Hotel und das Nanthida-Jetty als Schiffsanleger und die 2000 Jahre alte und 100 Meter hohe Shwedagon-Pagode.

Liegende Buddhas

Liegender Buddha

Liegender Buddha

In dieser Gegend gibt es gleich mehrere liegende Buddhas, u.a. den 72 Meter langen Chaukhtatgyi-Buddha.

Am letzten Abend durften wir auf das Karaweik-Schiff auf dem Kandawgyi-See. Hier geht es ein Buffet-Restaurant mit wunderbarem Essen und einer Folklore-Show. Das war purer Luxus und ein gelungener vorläufiger Abschluß der Reise.

Abends wanderten wir noch durch die Straßen und wunderten uns, dass viele Geschäfte ihre eigene Energieversorgung vor dem Haus haben.

Shwedagon-Pagode

Shwedagon-Pagode

Shwedagon-Pagode

Bevor wir den Rückflug antraten durften wir aber noch das eigentlich Highlight des Landes besichtigen: die Shwedagon-Pagode. Sie ist der wichtigste Sakralbau und das religiöse Zentrum Birmas. Zudem gilt die wohl berühmteste Pagode der Welt als Wahrzeichen des Landes.

Es ist wirklich ein Erlebnis die goldverzierte Pagode zu betrachten. Auch das Umfeld kann sich sehen lassen. Wir machten zum Abschluß noch einige Erinnerungsfotos mit unserem sehr sympathischen Reisebegleiter und dann endete die sehr beeindruckende Reise.

Yangon

Yangon

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