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Sahara, Tunesien

Mini-Oase

Mini-Oase

Bericht von der einwöchigen Club/Rundtour durch Tunesien im Juli 2001
Die Tour:
- Tunesien (Start)
- Coralia Club
- Monastir
- Tunis
- Sidi-Bou-Said
- Karthago
- Sahara

Matmata

Amphitheater von El Djem

Amphitheater von El Djem

2-Tages-Trip in die Sahara
Zum Abschluss meiner Reise machte ich eine Zweitagestour in den südlichen Teil des Landes. Es sollte der absolute Höhepunkt werden, da die Sahara doch sehr beeindruckend ist.
Zunächst ging es über Sousse nach El Djem. In dem Ort steht ein noch fast vollständig erhaltenes Amphitheater aus der Römerzeit, in dem immer noch Veranstaltungen durchgeführt werden.
Dummerweise vergaß ich den Akku für die Kamera, so dass ich nur ein Außenbild anbieten kann. Im Theater lassen sich die unterirdischen Zellen begehen, was ein ganz schön kribbliges Gefühl hervorrief.

Sfax

Drehort von Star Wars

Drehort von Star Wars

Die Heimat von Luke Skywalker
Über Sfax ging es dann weiter nach Süden, wobei die Landschaft immer karger wurde. Zunächst durchfuhr der Bus wunderbare Berglandschaften. Hier leben noch die Ureinwohner Tunesiens: die Berber.
In dieser beeindruckenden Gegend wurden schon zahlreiche Filme wie Indianer Jones, der englische Patient und Star Wars gedreht, was bei rund 50 Grad Außentemperatur kaum vorstellbar ist. Die Berber bauen ihre Wohnungen deshalb in den Berg hinein. Sie lassen auch Touristen mal hineinschauen. Neben Kochtöpfen entdeckt man daher auch NDR-Aufkleber in den gut gekühlten Räumen.

Berber

Höhlenhaus der Berber

Höhlenhaus der Berber

Hotels unter Sand
Unglaublich, aber wahr: mitten in dieser wüste Gegend gibt es ein Hotel mit fließend Wasser auf der Toilette. Hier nahmen wir dann auch das Mittagessen ein - mit reichlich Wasser. Das Essen ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus schmackhaft (sofern man es verträgt).
Keiner wagte den Weg nach draußen, bevor der gut klimatisierte Bus nicht geöffnet wurde - nach jedem Schritt verlangte man nach einem Liter Wasser. Hier braucht man schon einen guten Kreislauf.
Während der Fahrt wurde man dann durch fantastische Ausblicke belohnt.

Wüsten-Hotels

Wüsten-Hotel - Küche

Wüsten-Hotel - Küche

Douz

Wüstenschiffe

Wüstenschiffe

Sanddünen
Die Landschaft veränderte sich kilometerlang nur geringfügig. Nach langen Steinwüsten mit wenigen Pflanzen war dann lange Zeit fast gar nichts zu sein - nur endlose Dürre mit unendlichen Weiten. Sie erinnerte mich an eine Mondlandschaft. Später wurde aus Steinen Sand. Eine irre Szenerie: was würde passieren, wenn jetzt der Bus stehen bleiben würde?
Kurz vor Douz waren die ersten Sanddünen zu sehen. Das "Tor zur Wüste" - so wird Douz genannt. Hier entdeckt man noch einmal menschliches Leben und sogar ein First Class-Hotel, in dem wir später nächtigten.

Per Kamel durch die Sahara

Dromedare

Dromedare

Sahara
Was müssen das für Leute gewesen sein, die dieses Gebäude in dieser Hitze gebaut haben? Und erneut gab es fließend Wasser und eine Klimaanlage auf den Zimmern, was ich aber erst später bemerkte.
Natürlich bietet sich dieser Ort auch zur Touristenattraktion Nr.1 in der Wüste an: Kamelreiten. Genau genommen sind es natürlich Dromedare, auf denen man einen Kurztrip in die Sahara machen konnte. Zunächst wurde man passend eingekleidet. Eine Kopfbedeckung war Pflicht. Alle unbedeckten Stellen wurden sehr bald total rot.

Über 50 Grad

Die Karawane zieht weiter

Die Karawane zieht weiter

Die Karawane
Das Sitzen auf den Kamelen war nicht sonderlich schwierig. Die Tiere waren auch total gutmütig und hatten ihren Spaß im gegenseitigen Beschwelgen. Nach kurzer Eingewöhnungszeit hatte man dann Zeit, die unendliche Weite der Wüste zu genießen. Hier verliert man jedes Gefühl für Zeit und Strecken. Auch die Hitze war plötzlich erträglich. Es war einfach fantastisch!
Ein kleiner Zwischenstop in einer Mini-Oase - und die Karawane kehrte wieder zurück. Nach einer gesundheitlich katastrophalen Nacht streikte dann tatsächlich der Bus.

Oase

Salzsee - Wüstenzoo

Salzsee - Wüstenzoo

Tozeur

Kutschfahrt durch die Oase

Kutschfahrt durch die Oase

Wüstenzoo in Tozeur
Aber nach einer Stunde fuhr er dann doch. 
Auf dem Weg nach Tozeur durchfuhren wir den Chott Djerid, einen großen Salzsee, der im Winter voller Wasser ist. Jetzt sahen wir aber nur vereinzelte kleine Wasserflecken, die sich farblich je nach Kristallen unterschieden. 
In Tozeur gibt es einen Wüstenzoo. Ein sehr idoliger Tunesier zeigte uns Wüstenfüchse, Schlangen und colatrinkende Kamele. Da es aber nicht so viele Tier in der Wüste gibt ist der Zoo ach nicht sehr groß.

Baumklettern

Klettern um zu pflücken

Klettern um zu pflücken

Bananenplantage
Unter einer Oase stellte ich mir bislang so eine kleine Ecke mit 3 Palmen vor Aber in Tozeur erfuhr ich, dass eine Oase durchaus die Größe einer Kleinstadt haben kann. 
Mit Pferdekutschen durchfuhren wir dieses Stück Grün am Rande der Sahara - mit an Bord: eine idolige Schweizer Familie: Gruezi an dieser Stelle. 
Die Oase wird von den Einheimischen sehr effektiv genutzt. Auf 3 Ebenen wird Obst und Gemüse angebaut, u.a. Bananen und Trauben. Da manuell gepflückt werden muss, haben sich die Menschen zu wahren Kletter-Meistern entwickelt.

Märchenmuseum

Der Adler und sein Riesen-Ei

Der Adler und sein Riesen-Ei

1000 und eine Nacht
Infos zur Oase bekamen wir übrigens auch wieder von einem Idol, der ein perfektes Deutsch beherrschte (wie fast alle Leute, die die Sprache konnten). 
Auf dem Rückweg kehrten wir noch ein ein Märchenmuseum. Zahlreiche Geschichten aus 1000 und einer Nacht werden hier in Form von Schlössern, Bildern, Statuen und bewegten Szenarien vorgestellt. Der Rundgang ist sehr schön und dauert eine gute halbe Stunde. 
Besonders prickelnd war ein Durchgang, den ein Kind als "Oh Papa, eine Geisterbahn!" bezeichnet.

Märchenspaß

Märchenschloss

Märchenschloss

Rückfahrt nach Monastir
Während die blinkenden Gestalten ja keinen mehr vom Stuhl reißen, kam es zur Mitte des Weges doch zum Horrortrip. Es gab kein Licht und von außen kam nichts mehr rein. Es war also wirklich stockduster (auch das sonst gewöhnungsbereite Auge hatte durch schwarze Wände keine Chance). 
Man musste aber weitergehen. Doch: stand man am Abgrund? Wo war der Vordermann? Nicht zu sehen. Millimeterweise tastete man sich weiter, bis irgendwann der Ausgang zu sehen war. Nicht schlecht gemacht das Teil.
Der letzte Aufenthalt fand in Kairouan statt. Hier war von Wüste nichts mehr zusehen, dafür aber das gewohnte Markttreiben. Eine nette Hauptstraße, aber ansonsten nichts besonderes.
2 Stunden nach der Rückkehr ging es dann gleich zum Flughafen weiter. In der Nacht kam ich in Wien an und wollte gleich nach Berlin weiterfahren.

Kairouan

Kairouan - Marktplatz

Kairouan - Marktplatz

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